Wer in einer hügeligen Stadt wohnt oder gerne mal eine Tour ins Grüne macht, kennt das Problem: Der E-Scooter wird am Berg plötzlich langsamer, die Räder ächzen, und im schlimmsten Fall musst du absteigen und schieben. Damit dir das nicht passiert, ist die Steigfähigkeit einer der wichtigsten Werte beim Kauf.
E Scooter Steigfähigkeit in Kürze:
1. Prozent (%) vs. Grad (°): Lass dich nicht verwirren!
Die meisten Hersteller geben die Steigfähigkeit in Prozent an. Ein Wert von 15 % bedeutet zum Beispiel, dass der Weg auf einer Länge von 100 Metern um 15 Meter ansteigt. Das klingt nach wenig, ist aber für einen kleinen Elektromotor schon eine ordentliche Hausnummer.
- Vorsicht: Verwechsle das nicht mit Grad! Eine Steigung von 15 Grad entspricht nämlich bereits etwa 27 Prozent – ein massiver Unterschied!
2. Die Faustformel für den Alltag
- Flachland & Stadt (bis 10 %): Hier reicht fast jeder Standard-Scooter (ca. 250–350 Watt). Brücken oder kleine Unterführungen sind kein Problem.
- Hügeliges Terrain (15–20 %): Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Du benötigst ein Modell mit einer hohen Peak-Leistung (Spitzenleistung) und gutem Drehmoment.
- Echte Berge (über 20 %): Das ist die „Königsklasse“. Nur leistungsstarke Modelle mit 500 Watt Dauerleistung (oder mehr) und 48V-Systemen meistern solche Wände, ohne im Schneckentempo zu landen.
3. Warum die Herstellerangaben oft flunkern
Die Angabe im Datenblatt ist ein theoretischer Wert unter Idealbedingungen. In der Realität beeinflussen drei Faktoren massiv, ob du oben ankommst:
- Das Fahrergewicht: Ein 100-kg-Fahrer braucht am Berg deutlich mehr Kraft als eine 60-kg-Person.
- Der Akkustand: Wenn der Akku leerer wird, sinkt die Spannung – und damit auch die Kraft am Berg.
- Der Untergrund: Auf Schotter oder nassem Asphalt verlieren die Reifen Traktion, was wertvolle Energie schluckt.
Fazit: Worauf solltest du achten?
Wenn du nicht nur im Flachen unterwegs bist, schau nicht nur auf die Watt-Zahl, sondern achte auf das Drehmoment (Newtonmeter) und die Spitzenleistung. Ein Scooter, der mit „20 % Steigfähigkeit“ beworben wird, ist für die meisten deutschen Städte eine sichere Wahl, um entspannt und ohne Schweißperlen ans Ziel zu kommen.
Tipp: Im Zweifel lieber eine Nummer stärker wählen – mehr Reserven am Berg bedeuten auch weniger Hitzeentwicklung im Motor und eine längere Lebensdauer!
Die top E Scooter im Steigungs-Test 2026

Wenn wir die Steigfähigkeit eines E-Scooters unter die Lupe nehmen, verlassen wir uns nicht auf die glanzvollen Prospektwerte der Hersteller. Wir wollten wissen: Was passiert wirklich, wenn der Asphalt steiler wird?

Hier ist ein Einblick in unser Testverfahren, so wie wir es durchgeführt haben:
Unser Test-Szenario: Realität statt Labor
Der Test wurde vom e-roller.com Team durchgeführt, die bereits langjährige Erfahrungen im Bereich E Scooter Tests gemacht haben. Die Testfahrer haben bereits über 152 E Scooter in den letzten 5 Jahren getestet. Demsntsprechend groß ist auch die Expertise im E Scooter Steigungstest.
1. Die Auswahl der Teststrecke Statt auf einem Prüfstand haben wir uns echte Anstiege gesucht. Wir nutzen dafür verschiedene Segmente: Eine moderate Steigung (ca. 10 %) für den Stadt-Check und eine „Härteprüfung“ an Rampen mit bis zu 20 % oder mehr. Wichtig war uns dabei ein fester, trockener Untergrund, um die reine Motorleistung ohne Traktionsverlust messen zu können.
2. Standardisierte Bedingungen Damit die Ergebnisse vergleichbar bleiben, haben wir feste Parameter gesetzt:
- Akkustand: Wir testen immer bei einem vollen Akku (mind. 90–100 %), da viele Scooter bei sinkender Spannung spürbar an Kraft verlieren.
- Fahrergewicht: Da das Gewicht der größte „Gegner“ am Berg ist, führen wir die Tests mit unterschiedlichen Profilen durch (z. B. 75 kg Standardgewicht und 100 kg+ Zuladung), um zu sehen, wann der Motor in die Knie geht.
3. Die Messung (Anlauf vs. Kaltstart) Wir haben zwei Disziplinen getestet:
- Der Schwung-Test: Wir fahren mit der maximal erlaubten Geschwindigkeit (20 km/h) in den Berg hinein. Wir messen, wie weit der Scooter die Geschwindigkeit halten kann und ab welchem Punkt er merklich langsamer wird.
- Der Kaltstart am Berg: Das ist die Königsdisziplin. Wir halten mitten in der Steigung an und versuchen aus dem Stand anzufahren. Hier zeigt sich das wahre Drehmoment des Motors.
4. Dokumentation der „Einbruchsgeschwindigkeit“ Es geht uns nicht nur darum, ob der Scooter oben ankommt, sondern wie. Quält er sich mit 5 km/h im Schritttempo hoch oder zieht er mit soliden 15 km/h durch? Wir notieren die Mindestgeschwindigkeit an der steilsten Stelle.
5. Hitze-Check Nach mehreren Fahrten am Berg fühlen wir nach: Wie heiß wird der Motor oder der Controller? Eine gute Steigfähigkeit bringt nichts, wenn das System nach zwei Hügeln wegen Überhitzung abschaltet.
Unser Fazit aus der Praxis: Oft haben wir festgestellt: Ein Scooter, der mit 20 % Steigfähigkeit beworben wird, schafft diese zwar technisch, aber im Alltag ist das oft ein mühsames Unterfangen. Wir bewerten daher vor allem, bis zu welchem Prozentsatz der Fahrspaß und ein zügiges Vorankommen erhalten bleiben.
E Scooter Testsieger 2026 mit der höchsten Steigfähigkeit
Leistungs-Check: So haben die Marken abgeschnitten
Hier ist die Übersicht der gefragtesten Hersteller und wie sie sich im Hinblick auf ihre Bergauf-Qualitäten schlagen:
1. Platz: VMAX – Die pure Gewalt am Hang

Wenn es um rohe Kraft geht, führt kaum ein Weg an VMAX vorbei, insbesondere an Modellen wie dem VX2 Extreme. Während die Nenndauerleistung gesetzeskonform bei 500 Watt liegt, entfaltet das System am Berg eine brachiale Spitzenleistung von bis zu 1.600 Watt. In Kombination mit einem 48V-System sorgt dies für eine Steigfähigkeit von bis zu 33 %. Das bedeutet für dich: Selbst bei einem Fahrergewicht von 100 kg zieht dieser Scooter an Steigungen, bei denen andere bereits kapitulieren, mit einer beeindruckenden Souveränität vorbei. Er ist die Referenz für alle, die in extrem steilen Gebieten wohnen und keine Lust auf Geschwindigkeitsabfälle haben.
2. Platz: Egret – Das Drehmoment-Wunder aus Hamburg

Egret setzt beim neuen Flaggschiff, dem Egret GT, auf eine ganz andere Geheimwaffe: das Drehmoment. Mit massiven 62 Newtonmetern (Nm) bietet er eine der höchsten Anfahrtskräfte auf dem Markt. Auch hier liegt die Peak-Leistung bei stolzen 1.620 Watt. Interessant ist, dass Egret die Steigfähigkeit oft „konservativ“ mit etwa 28 % angibt. In Tests zeigt sich jedoch, dass das hohe Drehmoment dafür sorgt, dass die Geschwindigkeit auch unter Last extrem stabil bleibt. Während andere Scooter am Berg „einbrechen“, hält der Egret GT seine 20 km/h oft bis weit in den zweistelligen Steigungsbereich hinein. Er ist der „Traktor“ unter den Scootern – unaufhaltsam und kraftvoll.
3. Platz: ePowerFun – Präzision und Effizienz

Die Marke ePowerFun hat mit dem ePF-Pulse (und der noch stärkeren Plus-Variante) bewiesen, dass sie im Bereich Preis-Leistung die Messlatte extrem hoch legt. Der ePF-Pulse+ arbeitet ebenfalls mit einer Spitzenleistung von 1.600 Watt und einer speziell optimierten Elektronik von Hobbywing. In herstellereigenen Vergleichstests meisterte er Rampen von über 35 % – ein Wert, der in der Praxis kaum noch vorkommt. Besonders hervorzuheben ist hier das Zusammenspiel zwischen dem 48V-Akku und der Motorsteuerung, die selbst bei 140 kg Zuladung an 10 %-Steigungen noch zügige Zeiten liefert. ePowerFun ist ideal für Fahrer, die ein perfekt abgestimmtes System suchen, das auch bei hoher Belastung nicht überhitzt.
Positiv: Er gilt aktuell als einer der stärksten Single-Motor-Scooter. Dank seiner 48V-Technik und einer Peak-Leistung von 1.600 Watt zieht er Steigungen von bis zu 35 % hoch. Im Vergleich zu anderen Modellen bleibt er dabei sehr leise und bietet durch seine Federung exzellenten Komfort.
Negativ: Im direkten Vergleich zum SoFlow (siehe unten) ist er zwar kraftvoller, aber auch deutlich größer und schwerer, was die Portabilität einschränkt.
4. Platz: iScooter T8 – Das Kraftpaket für Preisbewusste

Der iScooter T8 beweist eindrucksvoll, dass starke Bergperformance kein Privileg der Luxusklasse sein muss. Mit seinem 48V-System und einer beeindruckenden Spitzenleistung von 1.200 Watt fährt er vor den teureren Markenmodelle von Xiaomi oder Ninebot. Mit einer Zulassung für bis zu 150 kg ist er zudem einer der belastbarsten Scooter auf dem Markt. Das macht ihn zum idealen Begleiter für schwerere Fahrer, die ein verlässliches Gerät suchen, das nicht beim ersten Hügel einknickt. Während Standard-Scooter bei 15 % Steigung oft schon zum Stehen kommen, zieht der T8 hier noch munter durch. In Praxistests meistert er selbst extreme Rampen von bis zu 28 %. Zwar sinkt die Geschwindigkeit bei solchen „Wänden“ auf etwa 12 km/h ab, aber der entscheidende Punkt ist: Er bringt dich oben an, wo andere längst geschoben werden müssen. Massiver Akku für lange Anstiege: Ein echtes Highlight in dieser Preisklasse ist der 720 Wh Akku. Das ist ein riesiger Energiespeicher, der dafür sorgt, dass dem Motor auch bei langen, kräftezehrenden Bergauffahrten nicht so schnell der Saft ausgeht. Er bietet dir die nötigen Reserven, um nicht nur einen Hügel, sondern eine ganze hügelige Tour zu überstehen. Offroad-Komfort inklusive: Der T8 ist nicht nur stark, sondern auch bequem. Durch die Vollfederung (Schwingarm-Federung vorne und hinten) und die 10-Zoll-Offroad-Reifen bügelt er Unebenheiten am Berg – wie Wurzeln oder Schlaglöcher – einfach glatt. Das gibt dir zusätzliche Sicherheit und Stabilität, wenn der Untergrund mal schwieriger wird.
5. Platz: Streetbooster Pollux – Der sanfte Riese mit Stil

Der Streetbooster Pollux ist die Antwort für alle, die Design und maximalen Fahrkomfort suchen, ohne dabei auf eine solide Bergperformance verzichten zu wollen. Mit seinem 48V-System und einer Spitzenleistung von 1.200 Watt spielt er in einer deutlich höheren Liga als die Standard-Modelle von Xiaomi oder Ninebot. Dennoch verfolgt er eine andere Philosophie als die extremen Kraftpakete von VMAX: Der Pollux ist auf ein harmonisches, stabiles Fahrgefühl optimiert. Der Pollux ist massiv gebaut und für eine Zuladung von 144 kg zugelassen. Er ist kein Spielzeug, sondern ein ausgewachsener E-Scooter für Nutzer, die Wert auf Wertigkeit und ein ruhiges Fahrverhalten legen. Mit einem Drehmoment von 35 Nm zieht der Pollux kräftig an. Der Hersteller gibt eine Steigfähigkeit von 18 % (teils bis 23 % gelistet) an. In der Praxis bedeutet das: Normale städtische Hügel und Brücken nimmt er völlig mühelos mit den vollen 22 km/h. Wenn es jedoch in den extremen Bereich über 20 % geht, merkt man, dass das hohe Eigengewicht von rund 36 kg Tribut fordert. Wo ein VMAX VX2 Extreme noch aggressiv beschleunigt, erklimmt der Pollux den Gipfel eher gemächlich, aber sehr sicher. Sollte der Akku nach vielen Bergauffahrten doch mal zur Neige gehen, kannst du ihn in Sekunden gegen einen vollen tauschen – ein Luxus, den weder Egret noch VMAX in dieser Form bieten.
6. Platz: Ninebot (Segway) – Wenn dem Dauerläufer die Puste ausgeht

Ninebot-Modelle, wie der populäre Max G2 D, sind fantastische Allrounder für die Stadt, aber am Berg stoßen sie auf ein physikalisches Problem: das 36-Volt-System. Der Flaschenhals: Während ePowerFun oder VMAX auf 48 Volt setzen, um auch bei niedrigem Akkustand noch Druck zu liefern, bricht die Leistung beim Ninebot ein, sobald der Akku nicht mehr ganz voll ist. Mit einer Spitzenleistung von 900 Watt liegt er fast 700 Watt unter einem VMAX VX2 Extreme. Im Test: An einer 15 %-Steigung, die ein ePF-Pulse noch zügig nimmt, kämpft der Ninebot oft im einstelligen km/h-Bereich. Zudem berichten Nutzer immer wieder von Hitzeproblemen: Wenn der Berg zu lang ist, drosselt die Software die Leistung massiv herunter, um den Motor zu schützen – im schlimmsten Fall bleibst du mitten am Hang stehen („Error Hi“). Er ist ein toller Roller, solange es flach bleibt, aber kein echtes „Bergziegen“-Material.
7. Platz: Xiaomi – Komfort hui, Steigleistung hm

Xiaomi hat mit dem 4 Ultra zwar optisch und beim Fahrkomfort (dank der tollen Federung) nachgelegt, doch die Motorcharakteristik bleibt hinter der Konkurrenz zurück. Software-Drossel: Xiaomi ist dafür bekannt, die Leistungsabgabe sehr konservativ und sanft zu regeln. Das ist sicher für Anfänger, aber frustrierend am Berg, weil der „Biss“ fehlt. Wer über 90 kg wiegt, wird bei echtem Hügelgelände mit dem Xiaomi 4 Ultra schnell zum Hindernis auf dem Radweg. Träge am Hang: Obwohl er auf dem Papier eine Spitzenleistung von 940 Watt angibt, fehlt es dem Xiaomi an dem nötigen Drehmoment, um schwere Fahrer zügig nach oben zu befördern. In Tests zeigte sich, dass er an Steigungen über 15 % sehr früh kapituliert. Wo ein Egret GT mit seinen 62 Nm einfach weiterzieht, fängt der Xiaomi an zu „verhungern“. Wer keine großen Steigungen fährt und einen leichten E Scooter für die Stadt sucht, sollte den aber im Auge behalten.
8. Platz: SoFlow SO4 Pro (Gen 2) – Die Bergziege mit Ecken und Kanten

Der SO4 Pro Gen 2 arbeitet mit einem mechanischen Getriebe, das die Kraft extrem effizient übersetzt. Das führt dazu, dass er selbst bei schweren Fahrern und extremen Winkeln kaum an Geschwindigkeit verliert. Wo er im Vergleich dennoch zurückfällt: Er nutzt zwar ein 48V-System, aber durch die mechanische Reibung im Getriebe ist das System insgesamt komplexer. Wer ein wartungsarmes, simples System sucht, wie es die bürstenlosen Motoren der Konkurrenz bieten, muss beim SoFlow akzeptieren, dass hier mehr mechanische Komponenten im Spiel sind. Die Geräuschkulisse: Der größte Nachteil des Planetengetriebes ist die Lautstärke. Während ein Streetbooster Pollux oder ein ePowerFun Pulse fast lautlos am Berg hochziehen, erzeugt der SoFlow ein sehr markantes, hohes Surren. In ruhigen Wohngebieten oder in der Natur kann dieses mechanische Geräusch durchaus als störend empfunden werden. Auf unebenen Bergpfaden wirkt er dadurch deutlich unruhiger und weniger komfortabel. Durch das Getriebe ist das Anfahrverhalten sehr direkt und fast schon aggressiv. Was am steilen Hang ein Vorteil ist, macht das Rangieren im dichten Stadtverkehr oder das langsame Fahren in Fußgängerzonen im Vergleich zur feinfühligen Steuerung eines Egret GT etwas ruckeliger.
9. Platz: Trittbrett Hilde – The Beast

Die Trittbrett Hilde ist eine imposante Erscheinung im Steigungstest und beeindruckt durch ihre massive Power. Dank des 48V-Systems und des starken Bosch-Motors mit einer Spitzenleistung von bis zu 1.200 Watt erklimmt sie selbst steilste Rampen mühelos. Während herkömmliche Scooter an Hügeln verzweifeln, zieht die Hilde mit ihrem enormen Drehmoment konstant und kraftvoll nach oben. Die großen 11-Zoll-Reifen und das exzellente Fahrwerk sorgen dabei für maximale Stabilität und Sicherheit in jeder Schräglage. Sie ist zweifellos ein technisches Meisterwerk, das vor keiner Herausforderung zurückweicht und puren Fahrspaß im Gelände garantiert. Dennoch hat diese Premium-Performance ihren Preis: Die Hilde ist im Vergleich zur Konkurrenz mit über 2000,- Euro sehr teuer in der Anschaffung und mit rund 35 kg extrem schwer, was den Transport im Alltag deutlich erschwert.
9. Platz: NAVEE S65 – Das Kraftpaket mit Getriebemotor

Der S65 verfügt über eine Spitzenleistung von 1.000 Watt. Damit gibt der Hersteller eine Steigfähigkeit von bis zu 25 % an. In Praxistests zeigt sich, dass er dank der Getriebeübersetzung am Berg sehr ausdauernd ist und weniger schnell überhitzt als Scooter mit Direktantrieb. Fahrkomfort am Hang: Ein großer Vorteil ist das Dual-Federungssystem (vorne und hinten). Das bedeutet, dass du auch an steilen, holprigen Auffahrten nicht die Bodenhaftung verlierst. Die 10-Zoll-Reifen sind zudem schlauchlos und selbstheilend, was auf rauen Bergwegen Sicherheit gibt. Das Aber: Wie alle Getriebemotoren ist auch der NAVEE unter Last deutlich hörbar (Surren), wenn auch etwas leiser als der SoFlow. Zudem ist das System mit einem 36V-Akku ausgestattet. Das ist zwar effizient, aber im direkten Vergleich zu den 48V-Modellen von VMAX oder ePowerFun fehlt ihm im letzten Drittel der Steigung oft das Quäntchen Extrapower, um die Höchstgeschwindigkeit zu halten.
Die 10 Testsieger im Vergleich

Die Steigleistung der Testsieger im Vergleich
Die Tabelle ist nach ihrer realen Steigfähigkeit (Ranking) sortiert.
| Platz | Modell | Peak-Leistung | Systemspannung | Max. Steigung (Hersteller/Test) |
| 1 | ePowerFun ePF-Pulse | 1.600 Watt | 48 Volt | 35% – 40% |
| 2 | Egret GT | 1.620 Watt | 48 Volt | 35% |
| 3 | VMAX VX2 Extreme | 1.600 Watt | 48 Volt | 33% |
| 4 | Trittbrett Hilde | 1.200 Watt | 48 Volt | 30% |
| 5 | SoFlow SO4 Pro (Gen 2) | 1.200 Watt | 48 Volt | 27% |
| 6 | Navee ST3 Pro | 1.350 Watt | 48 Volt | 28% |
| 7 | Segway-Ninebot ZT3 Pro D | 1.600 Watt | 48 Volt | 25% |
| 8 | Xiaomi Electric Scooter 4 Ultra | 940 Watt | 48 Volt | 25% |
| 9 | Trittbrett Fritz (2.0) | 1.200 Watt | 48 Volt | 24% |
| 10 | Segway-Ninebot Max G2 D | 900 Watt | 36 Volt | 22% |
1. Die unangefochtene Spitze: Kraftpakete über 30%
In dieser Kategorie finden sich Scooter, die nicht nur „werben“, sondern Steigungen bewältigen, bei denen andere Motoren längst abschalten.
- ePowerFun ePF-Pulse (Der neue Maßstab):
- Positiv: Er gilt aktuell als einer der stärksten Single-Motor-Scooter. Dank seiner 48V-Technik und einer Peak-Leistung von 1.600 Watt zieht er Steigungen von bis zu 35 % hoch. Im Vergleich zu anderen Modellen bleibt er dabei sehr leise und bietet durch seine Federung exzellenten Komfort.
- Negativ: Im direkten Vergleich zum SoFlow (siehe unten) ist er zwar kraftvoller, aber auch deutlich größer und schwerer, was die Portabilität einschränkt.
- VMAX VX2 Extreme (Kraft auf kompaktem Raum):
- Positiv: Er ist der „Bulldozer“ unter den kompakten Scootern. Er punktet negativ gegenüber dem ePF-Pulse bei der Federung (da er keine hat), gleicht das aber durch eine aggressive Beschleunigung am Berg aus. Wer pure Kraft ohne Schnickschnack sucht, findet hier den besten Durchzug.
2. Die Getriebe-Spezialisten: Drehmoment vor Speed
Hier wird eine andere Technik genutzt, um Berge zu bezwingen, was Vor- und Nachteile im Vergleich zu den „Kraftmonstern“ hat.
- SoFlow SO4 Pro / SO ONE Pro:
- Positiv: Diese Modelle nutzen ein Planetengetriebe. Der Vorteil: Sie haben ein extrem hohes Drehmoment aus dem Stand. Selbst schwere Fahrer zieht der SO4 Pro Steigungen hoch, an denen ein Ninebot Max G2 bereits auf 5 km/h einbricht.
- Negativ: Der größte Nachteil im Vergleich zu allen anderen Modellen ist die Lautstärke. Das Getriebe erzeugt ein lautes Surren. Zudem fehlt diesen Modellen oft die Reichweite und der Komfort (Federung) der Premium-Konkurrenz von Egret oder ePowerFun.
3. Premium-Komfort vs. Berg-Performance
Einige Marken setzen auf das Gesamtpaket, fallen aber bei extremen Steigungen leicht hinter die spezialisierten „Bergziegen“ zurück.
- Egret GT (Der Luxus-Kletterer):
- Positiv: In Sachen Verarbeitung und Fahrstabilität schlägt er fast alle anderen Modelle im Test. Er klettert sehr souverän (bis 35 %) und wirkt dabei sicherer als die leichteren VMAX-Modelle.
- Negativ: Sein sehr hoher Preis und das massive Gewicht sind im Vergleich zum ePF-Pulse oder VX2 Extreme ein Hindernis, wenn man den Scooter öfter mal tragen muss.
- Segway-Ninebot Max G2 D:
- Positiv: Er ist der „König der Reichweite und Software“. Er hat eine sehr sanfte Motorsteuerung und eine tolle Federung.
- Negativ: Im direkten Berg-Vergleich mit dem ePF-Pulse oder dem VMAX VX2 Extreme zieht er deutlich den Kürzeren. Wo die Konkurrenz mit 15-20 km/h den Berg hochjagt, fällt der Ninebot bei steilen Rampen oft in den einstelligen km/h-Bereich zurück.
4. Preis-Leistungs-Tipp für Steigungen
Nicht jeder möchte über 1.000 Euro ausgeben, um einen Hügel zu erklimmen.
- iScooter T8 / Joyor S5:
- Positiv: Diese Modelle (oft als „Offroad“-Scooter deklariert) bieten für einen Bruchteil des Preises eines Egret GT eine erstaunliche Steigfähigkeit (ca. 25-28 %). Sie sind die „Arbeitstiere“ für preisbewusste Käufer.
- Negativ: Sie fallen im Vergleich negativ durch eine oft weniger wertige Verarbeitung und eine „eckigere“ Leistungsentfaltung auf. Auch die Ersatzteilversorgung ist bei Marken wie ePowerFun oder Trittbrett deutlich besser gelöst.
Fazit des Vergleichs
- Für maximale Steigung ohne Kompromisse: Wähle den ePF-Pulse oder VMAX VX2 Extreme.
- Für schwere Fahrer an extremen Rampen: Der VMAX VX4 oder der SoFlow SO4 Pro, letzterer ist aber laut.
- Für Komfort und Qualität bei guter Steigfähigkeit: Der Egret GT ist die erste Wahl
- Für den kleinen Geldbeutel: Die E Scooter von iScooter sind sehr günstig, aber dennoch stark
Unser Kauftipp
Wir haben für euch recherchiert: Hier gibt es zu allen angesagten Modellen E Scooter Rabattcodes
Die 5 wichtigsten Fragen zu E Scooter mit hoher Steigkraft
Die wichtigste Kennzahl ist nicht die Dauerleistung (oft 500W), sondern die Peak-Leistung (Spitzenleistung) und das Drehmoment (Newtonmeter). Achte auf Modelle mit mindestens 1.200 Watt Peak und einem 48V-System. Scooter mit einem Getriebemotor (wie der SoFlow SO4 Pro) bieten systembedingt die höchste Kraft am Berg, da sie die Motordrehzahl mechanisch übersetzen.
Hersteller nutzen fast immer Prozentangaben. Eine Steigung von 20 % bedeutet, dass der Weg auf 100 Metern Länge um 20 Meter ansteigt. Das entspricht etwa 11,3 Grad. Vorsicht bei Verwechslungen: Ein Scooter, der mit 20 Grad beworben wird, müsste theoretisch eine extreme Wand von über 36 % erklimmen – solche Angaben sind oft unseriös oder beziehen sich auf extreme Laborbedingungen.
Die Werbeangaben beziehen sich meist auf Idealbedingungen: ein 75 kg schwerer Fahrer, ein 100 % voller Akku und glatter Asphalt. Wenn du schwerer bist, der Akku nur noch halb voll ist oder der Untergrund uneben ist, sinkt die reale Steigfähigkeit massiv. Für schwere Fahrer (über 90 kg) empfiehlt es sich, immer ein Modell zu wählen, dessen Steigfähigkeit im Datenblatt deutlich über dem liegt, was man im Alltag benötigt.
Scooter mit zwei Motoren verteilen die Last auf beide Räder, was die Traktion verbessert und das Überhitzen eines einzelnen Motors verhindert. Dual-Motoren ziehen fast jeden Berg ohne nennenswerten Geschwindigkeitsverlust hoch. Allerdings sind diese Modelle meist schwerer, teurer und haben oft keine offizielle Straßenzulassung in Deutschland (eKFV), da sie die Leistungsbegrenzungen überschreiten.
Dauerhaftes Fahren an der Belastungsgrenze erzeugt Hitze. Hochwertige Scooter (wie von VMAX, Egret oder Streetbooster) haben ein intelligentes Temperaturmanagement, das den Motor vor dem Durchbrennen schützt, indem es die Leistung drosselt. Billig-Modelle ohne ausreichende Kühlung oder mit zu schwachen Controllern können bei langen Anstiegen jedoch dauerhafte Schäden an der Elektronik oder den Akkuzellen davontragen.



