Mercedes baut E Scooter? Nein! Der Scooter stammt von Micro Mobility, einem bekannten Schweizer Hersteller. Das ist grundsätzlich positiv, denn Micro baut langlebige, robuste Fahrzeuge. Mercedes‑Benz verkauft seit Jahren Lifestyle‑Produkte, die das Markenimage verlängern sollen – vom Parfum bis zum Bobby‑Car. Mit dem E‑Scooter B66450199 versucht der Autobauer, auch im Mikromobilitätsmarkt Fuß zu fassen. Doch ein genauer Blick zeigt: Der Stern auf dem Lenker ersetzt keine echte technische Innovation. Und der Preis wirft Fragen auf.
Premium-Preis ohne Premium‑Technik
Der Scooter kostet 1.199,90 €. Für diesen Preis bekommt man bei anderen Herstellern:
- größere Akkus (35–50 km statt 25 km Reichweite)
- stärkere Motoren (600–900 W Peak)
- Scheibenbremsen statt Trommelbremsen
- moderne Sicherheitsfeatures wie Blinker, größere Displays oder Turn‑by‑Turn‑Navigation
Mercedes bietet dagegen:
- 500‑W‑Motor
- 25 km Reichweite
- 20 km/h Höchstgeschwindigkeit
- Trommelbremse hinten
- 13,5 kg Gewicht
Das ist solide – aber weit entfernt von dem, was man im Jahr 2026 für vierstellige Beträge erwarten darf.
Ein Micro‑Scooter mit Stern – mehr nicht
Der Scooter stammt von Micro Mobility, einem bekannten Schweizer Hersteller. Das ist grundsätzlich positiv, denn Micro baut langlebige, robuste Fahrzeuge. Aber: Der Mercedes‑Scooter ist technisch nahezu identisch mit Micro‑Modellen. Der Mehrwert besteht im Wesentlichen aus:
- Mercedes‑Branding
- schwarzer Farbgebung
- App‑Anbindung (die Micro‑App ist ohnehin Standard)
Die Frage drängt sich auf: Zahlt man hier für Mobilität – oder für das Logo?
Reichweite und Ausstattung: zu wenig für den Alltag
Mercedes bewirbt den Scooter als „Last‑Mile‑Lösung“. Das ist ehrlich – denn für mehr reicht die Ausstattung kaum:
Reichweite: 25 km
Für Pendler, die täglich 10–15 km fahren, ist das knapp. Im Winter sinkt die Reichweite erfahrungsgemäß um 20–40 %. Wenn Ihr mehr als der Durchnitt wiegt oder auch mal eine Steigung fahrt, dann kann sich die Reichweite nochmal um 20 – 30% reduzieren. Da müsst ihr laufend auf den Ladestand schauen und ständig nachladen, um nicht irgendwo liegen zu bleiben. Es gibt E Scooter, die kosten 500 Euro weniger, aber bieten bereits bis zu 100 km Reichweite oder soagr einen Wechselakku, den ihr zum Laden einfach herausziehen könnt ohne den E Scooter zur Steckdose tragen zu müssen.
Fahrwerk: Federung vorne und hinten
Gut für Komfort, aber in dieser Preisklasse Standard. Andere Marken bieten in dieser Preisklasse Federungssysteme mit Teleskopfederung, mit dynamischer Federung, die sich auch auf Körpergewicht und Untergrund einstellen kann, um auf unebenen Untergrund oder in Kurven die Fahrstabilität zu erhöhen. Wir sind der meinung, das auch schon in der Preisklasse um die 500 Euro aufwendigere Federsysteme gibt.
Trommelbremse hinten
Zuverlässig, aber moderne E‑Scooter setzen auf Scheibenbremsen oder Dual‑Brake‑Systeme.
Was kann der Mercedes Explorer II für 999,- Euro?

Der Mercedes‑Benz Explorer II wirkt für seinen Preis von rund 1.000 € technisch erstaunlich zurückhaltend. Ein 350‑W‑Motor, maximal 20 km/h und bis zu 30 km Reichweite im Eco‑Modus sind Werte, die viele Mittelklasse‑Scooter bereits für 500–700 € übertreffen. Andere Marken bieten stärkere Motoren, größere Akkus und echte Alltagsreichweiten von 40–100 km – teils sogar mit Federung, Scheibenbremsen und moderneren Sicherheitsfeatures. Der Explorer II punktet zwar mit Micro‑Verarbeitungsqualität und geringem Gewicht, doch Ausstattung und Leistungsdaten bleiben klar hinter dem Preisniveau zurück. Unterm Strich zahlt man hier mehr für Marke und Design als für echte technische Substanz.
Fazit: Ein Lifestyle‑Produkt, kein Mobilitäts‑Durchbruch
Der Mercedes‑Benz E‑Scooter ist kein schlechtes Fahrzeug. Er ist zuverlässig, solide gebaut und alltagstauglich. Aber: Er ist technisch durchschnittlich und preislich überambitioniert. Wer einen echten Premium‑Scooter sucht, findet bei spezialisierten Herstellern mehr Leistung, mehr Reichweite und mehr Sicherheit – für weniger Geld. Mercedes verkauft hier vor allem eines: das Gefühl, einen Stern zu fahren.
Unser Experten-Tipp:
Schau mal was es zu vergleichbaren Preisen auf dem Markt gibt. Mehr Leistung, mehr Reichweite, mehr Ausstattung etc. Und damit ist nicht nur etwas mehr gemeint. Für 500,- Euro weniger bekommt ihr schon statt 25 km Reichweite bis zu 75 km Reichweite oder eine Motorleistung, die so stark ist das sie auch eine ausreichende Steigleistung erbringt. zum Beispiel der deutsche Techniksieger 2025:

oder schau dir mal die 15 besten E Scooter an!



